BVerwG, Beschluss vom 15.12.1971 – III B 134.71VG Berlin08.06.1971IX A 140.69
Titel: BVerwG: Beschluss vom 15.12.1971 - III B 134.71 Normenke en: § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO §
132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO § 229 Abs. 2 Satz 2 LAG
vorgehend: VG Berlin, Entscheidung vom 08.06.1971 - IX A 140.69 Rechtskra : rechtskrä ig
Unbegründete Nichtzulassungsbeschwerde
Treugeber als unmi elbar Geschädigter
Anforderungen an die Begründung eines Treuhandverhältnisses bei Beteiligung von rassisch
Verfolgten
Text1
hat der III. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 15. Dezember 1971 durch den
Senatspräsidenten Dr. Sieveking und die Bundesrichter Dr. Dodenho und Sigulla beschlossen:
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Verwaltungsgerichts
Berlin vom 8. Juni 1971 wird zurückgewiesen. Die Kläger tragen die Kosten des
Beschwerdeverfahrens. Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf
10.000 DM festgesetzt. Die Beschwerde ist unbegründet; es liegt keine der Voraussetzungen für
die Zulassung der Revision vor (§ 132 Abs. 2 VwGO). Die Rechtssache hat keine grundsätzliche
Bedeutung (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO). Es ist durch die Rechtsprechung des beschließenden Senats
bereits hinreichend geklärt, daß die nach den Umständen des Falles in der Verfolgungszeit
gebotene Geheimhaltung jüdischen Eigentums zur Folge hat, daß zur Begründung eines
Treuhandverhältnisses ein Mindestmaß an Verdeutlichung genügt 5 entscheidend kommt es
danach auf den inneren Vorgang an, der die Treuhandscha begründet hat (vgl. Urteil vom 10.
Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 12 a = MDR 1960, 246 = NJW
1960, 645]; Urteil vom 7. September 1961 - BVerwG III C 281.58 - [BVerwGE 13, 63]; Urteil vom 12.
Januar 1965 - BVerwG III C 9.64 - [BVerwGE 20, 177]; Urteil vom 2. Mai 1968 - BVerwG III C 241.64 [ZLA 1968, 232]; Urteil vom 16. Oktober 1969 - BVerwG III C 160.68 - [Buchholz 427.3 § 229 Nr. 70
= ZLA 1970, 33 = RLA 1970, 71]). Das hat das Verwaltungsgericht auch nicht verkannt, wie sich aus
den Ausführungen auf Seite 9 seines Urteils und der dort angeführten Rechtsprechung des Senats
ergibt. Zu Unrecht macht die Revision auch geltend, das angefochtene Urteil weiche von dem
Urteil des Senats vom 10. Dezember 1959 - BVerwG III C 111.58 - ab und beruhe auf dieser
Abweichung (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO), weil es das dor ge Erkenntnis des Senats nicht
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berücksich gt habe, daß die äußere Rechtsform der Gesellscha wegen Verfolgungsmaßnahmen