Beinahe einer halben Million jüdischer Bürger der damaligen Tschechoslowakei hat das faschistische Verbrechen der „Endlösung der Judenfrage“ das Leben gekostet. Die Zeuginnen Dr. G | onen in die" A. Vern : ager überlebt haben. (ONE. BR. Die Zeugin Dr. TE mußte sofort nach der Besetzung ihrer Heimat ım Marz 1 ıhre Tätigkeit als Rechtsanwältin aufgeben. Als Jüdin war es ihr untersagt, nach 20 Uhr das Haus zu verlassen, bestimmte Straßen und Plätze in Prag zu betreten, Zeitun- gen zu beziehen, zu telefonieren und Kulturveranstaltungen zu besuchen. Im Herbst 1939 mußten die Rundfunkgeräte abgeliefert werwerden. Die Kinder durften zuerst keine deutschen und dann auch keine tschechischen Schulen mehr besuchen. Später mußten die jüdischen Bürger die Wohnungen räumen und den sog. Judenstern tragen. Ende 1942 wurde die Zeugin gemeinsam mit ihrer Mutter über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Ihre Mutter wurde sofort vergast. Ihr älterer Bruder war schon vorher in Auschwitz ermordet worden. Ähnliche furchtbare Leidenszeiten haben auch die anderen Zeuginnen mitgemacht. Als überlebende jüdische Opfer Frankreichs sind vor dem Obersten Gericht der Deutschen Demokratischen Republik als gesellschaftlicher Rn als sachverständiger Zeuge als Zeugin E Rechtsanwalt 00 judische Menschen beiderlei Geschlechts und jeden Alters sind allein am 16. Juli 1942 in Paris zusammengetrieben und unter unmenschlichen Bedingungen zur Vernichtung nach dem Osten transportiert worden. Von etwa 130 000 deportierten jüdischen Bürgern Frankreichs sind knappe 2000 zurückgekehrt. Bei ihrer Jagd auf die jüdischen Menschen machten die Faschisten auch vor Kontrollen in Krankenhäusern nicht halt. Der Zeuge ın ar G erichtete, daß während seiner ärztlichen Tätigkeit dem Judischen Rothschild-Krankenhaus DIEB: der Chef der SS in Paris, immer wieder im Krankenhaus erschien und ungeachtet ‘ der arztlıchen Auskünfte den Patienten die Verbände abriß, um sich zu vergewissern, ob sich nicht transportfähige Juden im Krankenhaus verbargen. Die Zeugin erlebte in Auschwitz, daß die Kapazität der Gaskammern und Rrematorien nicht mehr ausreichte. Da die SS der Meinung war, daß die angelieferten Juden keine Kugel wert seien, wurden sie mit Gewehrkolben und Knüppeln auf den Kopf geschlagen und oft noch lebend in Verbrennungsgruben geworfen. Sn 7 0G/Strafsachen 97

Select target paragraph3

Connect to a paragraph
Connect to an entity
Disable highlights
Add to table of contents