den Zeitraum von 1941 bis 1945. Aber auch außerhalb der großen Vernichtungsaktionen wurde jeder Vorwand benutzt, um Juden in Schutzhaft zu nehmen und in Konzentrationslagern umzubringen. So wurde am 27. Oktober 1941 die Verkäuferin U SEREEEEE in das Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert. Dort ist sıe am 12. April 1942 ums Leben gekommen. Als Schutzhaftgrund wurde angegeben: „Intimer Verkehr mit deutschblütigem Mann.“ Die Hausfrau E wurde wegen „Umganges mit Deutschblütigem“ am 16. ober 1942 in Schutzhaft genommen und ist am 9. Februar 1943 im Konzentrationslager Auschwitz umgekommen. Der Angeklagte war auch an der „Endlösung“ beteiligt. Er war u. a. von 1938 bis 1943 Referent und von 1943 an Korreferent für internationale Fragen auf dem Gebiete des Staatsangehörigkeitsw esens, und ee N unter seiner Mitwirkung entstanden in der Abteilung I des R. u. Pr. MdI eine Reihe von Normativakten, mit denen die Judenv erfolgung und -vernichtung auf scheinbar gesetzlicher Grundl age durchgeführt wurde. Im Februar 1938 wurde im Verantwortungsbereich des Angeklagten der Referentenentwurf eines Gesetzes über Erwerb und Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit fertiggestellt m . Dieser Entwurf ist zwar nicht Gesetz geworden, er enthie lt aber bereits die Grundgedanken der späteren 11. und 12. Veror dnung zum Reichsbürgergesetz. ur: Am 12. Januar 1941 wandte sich der Leiter der Abteilung I beim R. u. Pr. Mdl, Dr. mit einem Schnellbriet —12387 vis —. betreffend die Or nung der Staatsange hörigkeitsverhältnisse im Großdeutschen Reich, an den Chef der Sicher heitspolizei. Am 15. Januar 1941 fand über den Gegenstand des vorgenannten Schnellbriefes unter Teilnahme des Angeklagten im R. u. Pr. Mdl eine Besprechung statt. Auf Verordnung gewordenen der Besprechung wurde gleichzeitig der Entwurf einer vorgelegt, mit dem vorgesehen war, daß die staatenlos Juden, die im Ausland lebten bzw. ihren persönlichen Aufenthaltsort in das Ausland verlegten, ihr Vermögen an das Dritte Reich verlieren sollten. . Am 31. Juli 1941 beauftragte Göring den Chef der Sicherheitspolizei und des SD, SS-Gruppenführer Heydrich, „alle erforderlichen Vorbereitungen in organisatorischer, sachlicher und materieller Hinsicht zu treffen für eine Gesamtlösu ng der J udenfrage im deutschen Einflußgebiet in Europa“, Die Grundgedanken des Schnellbriefes vom 12. Januar 1941 sowie des auf der Besprechun g am 15. Januar 1941 im R. u. Pr. Mdl erörterten Entwurfs einer Verordnung über J udenvermögen und der Auf82 °

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