„Herr G
ist Generalreferent für die Angelegenheiten des Generalbevöllmachtigten für die Reichsverwaltung und als solcher
zur Zeit nicht entbehrlich.“
Am 4. April 1940 wurde
bis auf weiteres unabkömmlich gestellt. Am 1. November 194
Ministerialrat Dr.
in einer
offiziellen Erklärung des Reichsministeriums des Innern
die Feststellung,
„daß der Ministerialrat Dr.
Bl:
zwingenden Gründen
der
Reichsverteidigung zur Erfüllun
riegswichtiger Aufgaben der
allgemeinen und inneren Verwaltung entgegen seinen persönlichen
Wünschen vom Heeresdienst frei gestellt werden mußte. Irgend-
welche Nachteile aus dieser Freistellung vom Waffendienst dürfen
ihm daher nicht erwachsen.“
Im weiteren Ablauf des Krieges wurde der Angeklagte nicht mehr
einberufen.
.
1943 wurde der Reichsführer SS, Himmler, Reichsinnenminister.
Er erklärte einige Zeit danach vor dem Führungskreis der SS:
„Ich habe bei der. Übernahme meines Amtes alle Beamten des In-
. nenministeriums gründlich und genau überprüfen
die behalten, die meinen Absichten entsprachen.“
lassen und nur
Der Angeklagte G
blieb im Innenministerium, und sein Geschäftsbereich erweiterte sich von Jahr zu Jähr, wie die Geschäftsverteilungspläne ausweisen. In einem Urlaubsgesuch vom 14. Dezember
1943 führte er folgende von ihm bearbeitete Dezernate an: GBV-Sachen, Unterabteilungssachen I B, Staatsangehörigkeitssachen, WestSachen, Angelegenheiten des ausländischen Verwaltungsrechts, italienische Angelegenheiten.
Der Angeklagte gehörte nach eigenen Angaben — Fragebogen vom
31. Januar 1938 — folgenden faschistischen Organisationen an:
NS-Kraftfahrkorps ab
NS-Rechtswahrerbund
NS-Volkswohlfahrt ab
Reichsbund Deutscher
Reichskolonialbund ab
1. 9. 1933,
ab 2. 8. 1934,
1. 11. 1935,
Beamten ab 15. 4. 1936,
13. 11. 1937.
Der Angeklagte erhielt nach einem von ihm handschriftlich ausgefüllten Formular vom 16. Mai 1942 folgende Auszeichnungen:
’Ehrenkreuz für Frontkämpfer
(auf eigenen Antrag vom 3. 9. 1934)
am 1.11.1934, _
. Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 (Besetzung Öster-
_ reichs) am 21. 11. 1938,
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OG/Strafsachen
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