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haben oder in Zukunft nehmen, insbesondere auch im Generalgouvernement
und
in den Reichskommissariaten
Ostland
und
Ukrainc.
(2) Von einer Veröffentlichung dieser Anordnung ist abzusehen.“
Der in der Abteilung I des R. u. Pr. Mdl tätige Ministerialrat L$%RR
Ende 1941 von massenweisen Vernichtungen jüdischer
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erfahren und gelangte auf Grund dessen zu dem Entschluß,
Konsequenzen hinsichtlich seiner Tätigkeit zu ziehen. Er schilderte
diese Vorgänge in einer für den Nürnberger Wilhelmstraßenprozeß
bestimmten „Erklärung unter Eid“ am 8. Juni 1948 wie folgt:
„Im Jahre 1941 betrieben die Vertreter der Partei auf Weisung von
Hitler die sogenannte Endlösung, die auf die physische Vernichtung
der Juden hinzielte. Ende 1941 konnte kein Zweifel für jeden, der
sich mit diesen Dingen zu befassen hatte, mehr über diese Pläne bestehen.
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Es trat aber dann ein Ereignis ein, das mir ein Verbleiben in meiner
Position nicht mehr möglich machte. Ich ließ mich daher am 21. Dezember 1941 bei S
dringend melden und trug ihm folgendes
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vor: Ich sagte, me
rbeiter Dr. EEE
habe von einem völ-
lig vertrauenswürdigen Freund als
Augenzeuge eine Schilderung
bekommen, in welcher Weise letzthin abtransportierte deutsche Juden in Riga abgeschlachtet worden seien. Dem Inhalt nach sagte
ich folgendes: Die Juden des betreffenden Lagers mußten lange Gräben als Massengräber ausheben, sich dann völlig entkleiden, ihre
abgelegten Sachen in bestimmte Haufen sortieren und sich dann
nackend auf den Boden des Massengrabes legen. Dann wurden sie
von SS-Leuten mit Maschinenpistolen umgebracht. Die nächste
Gruppe der zum Tode Verdammten mußte sich dann auf die be. reits Hingerichteten legen und wurde in derselben Weise erschossen. Dies Verfahren wurde fortgesetzt, bis das Grab gefüllt war.
Es wurde dann mit Erde zugeworfen und eine Dampfwalze darüber
geleitet, um es einzuebnen. In dieser Weise wurden die sämtlichen
Massengräber gefüllt. Ich sagte
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lich: Herr eg
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daß diese Greuel mich
nicht nur als Menschen berühren, wıe es bei sonstigen Greueln der
Fall war, sondern daß ich diesmal auch als Referent des Innenministeriums betroffen würde, da es sich diesmal um Juden deutscher Staatsangehörigkeit handelt. Meinen Verbleib in meiner
bisherigen Stellung und im Ministerium könnte ich fortan nicht
mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, auch auf die Gefahr hin,
.daß sich die bisherige Handhabung der Mischlings- und Mischehenfragen nicht mehr halten lasse.
entgegnete hierauf wört. 86
.
wissen Sie
das alles auf höchsten Be-
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