ge leghai ia ii. | In der Nacht vom 10. zum 11. Juni überschritt der Zeuge mit fünf Mann die sowjetische Grenze. Ohne seinen Auftrag erfüllt zu haben, fiel der Zeuge in die Hände deutscher Truppen, die ihn festnahmen, weil er als Zivilist eine Waffe bei sich hatte. Nach Nennung der Parole wurde er über die Abwehr zum Bataillon „Nachtigall“ entsandt und kam am 2. oder 3. Juli in Lwow an. Dort traf er seine alten Bekannten wieder, mit denen | er auf der Schule in Brandenburg zusammen war. Sie trugen deutsche Wehrmachtsuniformen mit gelb-blauen Streifen auf den Schulterstücken und einem Dreizack auf der Brust. IV | In der Einheit „Nachtigall“ führte der Angeklagte das Kommando. Das ergibt sich neben den Zeugenaussagen auch aus Dokumenten, die das Ge- richt zum Gegenstand der Beweisaufnahme gemacht hat. Im Bericht des „Osteuropa-Instituts“, München, „Deutschland und die Ukraine 1934 bis 1945“ von Ilnytskyj heißt es: „Zum Aufsichtsoffizier und deutschen Kommandeur der Gruppe ‚Nachtigall‘ wurde Oberleutnant Prof. Dr. Th. OBEN ernannt“ (S. 141). In einem Brief vom 5. November 1943 an den Wehrmachtsbevollmächtigten in Böhmen und Mähren schrieb der Angeklagte über seine diesbezügliche Tätigkeit: „V or Beginn des Rußlandfeldzuges hatte ich Befehl, eine ukrainische Einheit auszubilden und einzusetzen...“ Der Zeuge M. war bereits vor Kriegsbeginn, und zwar im Herbst 1940, mit der ukrainischen Legion nach Krynica und von da Anfang des Jahres den militärischen Überfall vorzubereiten. Zur Ausbildung der Einheit „Nachtigall“ auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer waren den deutschen Offizieren auch ukrainische Nationalisten mit Kommandogewalt beigegeben. Zum ukrainischen Führungsstab gehörte unter anderen der wegen seiner Brutalität bekannte Nationalist Schuchewitsch, der den Angeklagten Oberländer ständig begleitete und seine Befehle weitergab. Im Mai 1941 bestand das Bataillon „Nachtigall“ bereits aus vier Kom- panien. Nach Abschluß deutsche Farben und am richtete der Infanterieausbildung Rau R A um wurde die Einheit in Militäruniformen mit besonderen Kennzeichen, den gelb-blauen der ukrainischen Nationalisten und dem Dreizac, eingekleidet 18. Juni 1941 in die Nähe der Stadt Radyno verlegt. Dort unterSchuchewitsch das Bataillon darüber, daß es für die Ausübung spezieller Aufgäben in Verbindung mit dem bevorstehenden Krieg gegen 89 EL zu betreiben, 27 BEER in der Sowjetunion HERD Diversionstätigkeit Pr. ED darin bestehe, TR 1941 nach Neuhammer zur Einheit „Nachtigall“ gekommen. Dort hat er eine zwei bis drei Monate währende Sabotage-Ausbildung und politische Schulung erhalten. Dabei wurde erklärt, daß die Aufgabe der Einheit | | |

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