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BGH, Urteil vom 19.02.1970 – IX ZR 186/67LG Köln12.10.1965; OLG
Köln04.04.1966
BeckRS 1970,
31385535
BGH, Urteil vom 19.02.1970 – IX ZR 186/67LG Köln12.10.1965; OLG
Köln04.04.1966
Titel:
BGH: Urteil vom 19.02.1970 - IX ZR 186/67
Normenkette:
Art. III Nr. 8 Abs. 1 BEG-SchlußG
Amtlicher Leitsatz:
Beim Zusammentreffen mehrerer Renten ist der Besitzstand nach dem Gesamtbetrag der
bisher zuerkannten Renten zu beurteilen.
Rechtskraft:
rechtskräftig
Verkündet am 19. Februar 1970
Pohl, Justizhauptsekretär als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle
Text1
BUNDESGERICHTSHOF
URTEIL
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 19. Februar 1970 unter
Mitwirkung der Bundesrichter Dr. Graf, Maaß, Zorn, Dr. Woesner und Henkel
für Recht erkannt:
Auf die Rechtsmittel des beklagten Landes werden das Urteil des 5. Zivilsenats des
Oberlandesgerichts Köln vom 4. April 1966 aufgehoben und das Urteil der 4.
Entschädigungskammer des Landgerichts Köln vom 12. Oktober 1965 abgeändert.
Die Klage wird abgewiesen.
Das Verfahren ist frei von gerichtlichen Gebühren und Auslagen. Die außergerichtlichen Kosten
trägt der Kläger.
Von Rechts wegen
Der 1899 geborene Kläger ist am 5. Oktober 1938 wegen der nationalsozialistischen
Judenverfolgung von A. nach England ausgewandert. Die Entschädigungsbehörde bewilligte ihm als
Verfolgten aus den Vertreibungsgebieten durch Bescheid vom 29. Januar 1962 ab 1. November
1953 eine Berufsschadensrente von 200 DM (§156 BEG). Durch einen weiteren Bescheid vom 13.
Februar 1964 erhielt der Kläger für seinen verfolgungsbedingten Gesundheitsschaden eine
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