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BGH, Beschluss vom 01.10.1970 – VII ZB 12/70LG Frankfurt a.
M.14.06.1968; OLG Frankfurt a. M.
BeckRS 1970,
31124094
BGH, Beschluss vom 01.10.1970 – VII ZB 12/70LG Frankfurt a. M.14.06.1968;
OLG Frankfurt a. M.
Titel:
zur Ablösung von Kapitalanlagen nach dem Dritten Teil des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes
Normenketten:
§ 30 Nr. 2 Allgemeines KriegsfolgenG
§ 32 Abs. 1 Nr. 3 Allgemeines KriegsfolgenG
Amtlicher Leitsatz:
In Ausnahmefällen kann das Recht auf Ablösung eines Kapitalanspruchs, der als
Einzelforderung im Reichsschuldbuch eingetragen ist, entgegen der Gläubigereintragung im
Schuldbuch nach der wirklichen sachlichen Rechtslage zu beurteilen sein.
Fundstellen:
FHOeffR 21, 5001
Rechtskraft:
rechtskräftig
Text1
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 1. Oktober 1970 unter Mitwirkung des
Vizepräsidenten des Bundesgerichtshofs Glanzmann und der Bundesrichter Rietschel, Dr. Vogt, Dr. Finke und
Dr. Girisch
beschlossen:
Die sofortige Beschwerde des Vertreters des Bundesinteresses gegen den Beschluß der Kammer für
Wertpapierbereinigung des Landgerichts in Frankfurt/Main vom 14. Juni 1968 wird zurückgewiesen.
I.
Im Reichsschuldbuch Konto II 2799 waren auf den Namen der D. Bank B. Schuldverschreibungen
der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches von 1925 in Höhe von 206.050 RM eingetragen.
Für diese Forderung macht die Anmelderin, eine in London ansässige jüdische Organisation,
Ablösungsrechte nach den §§ 30 ff AKG geltend und trägt dazu vor, die Eintragung der Deutschen
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6/7/2022