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BGH, Urteil vom 09.07.1970 – IX ZR 240/69LG Hildesheim; OLG
Celle07.08.1968
BeckRS 1970,
31372647
BGH, Urteil vom 09.07.1970 – IX ZR 240/69LG Hildesheim; OLG
Celle07.08.1968
Titel:
BGH: Urteil vom 09.07.1970 - IX ZR 240/69
Normenketten:
Art. III Nr. 1 Abs. 1 BEG-SchlußG
Art. III Nr. 1 Abs. 3 BEG-SchlußG
Amtlicher Leitsatz:
a)Der Antrag ist zulässig, wenn der Vergleich der Rechtslage unmittelbar vor Verkündung
des BEG-Schlußgesetzes mit der Rechtslage auf Grund der Änderungen in Art. I BEGSchlußG im konkreten Fall ergibt, daß ein Anspruch erstmals entstanden ist (BGH RzW
1968, 331 Nr. 28).
b)War über den Einzelanspruch bereits unanfechtbar oder rechtskräftig entschieden,
dann hängt die Zulässigkeit eines Neuantrags nicht davon ab, daß sich die Vorschrift, auf
welche die Ablehnung gestützt war, durch das BEG-Schlußgesetz geändert hat.
c)Bei der Entscheidung über die Zulässigkeit eines Neuantrags sind die
Entschädigungsorgane an die tatsächlichen Feststellungen und die rechtliche Beurteilung
in der früheren Entscheidung nicht gebunden.
Rechtskraft:
rechtskräftig
Verkündet am 9. Juli 1970
Text1
BUNDESGERICHTSHOF
URTEIL
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat ohne mündliche Verhandlung am 18. Juni 1970 unter Mitwirkung
der Bundesrichter Dr. Graf, von der Mühlen, Zorn, Henkel und Fuchs
für Recht erkannt:
Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 7.
August 1968 aufgehoben.
http://beck-online.beck.de/Bcid/Y-300-Z-BECKRS-B-1970-N-31372647
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