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In der für Text- und Bild-Dokumente vorgesehenen Kategorie "Dokumente" stellte der Angeklagte F. Scans zweier
antisemitischer Bilderbücher und eines Textdokuments ein, im Einzelnen:
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Text- und Bild-Dokument "Der Giftpilz", Upload des Angeklagten F. vom 1. August 2018 (Fall 124 der Anklage)
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Der Angeklagte F. lud am 1. August 2018 das Dokument "Der Giftpilz" unter dem Administratoren-Account in die
Sidebar der GPD hoch. Es handelte sich um den Scan eines gegen Juden hetzenden, bebilderten Kinderbuches des
Autors Ernst Hiermer, das 1939 im Stürmer-Verlag erschienen war. Auf dem Bucheinband war ein Pilz mit einem
Gesicht und großer Nase sowie Davidstern abgebildet. Das Buch erklärte mittels Bild und Text in judenfeindlicher Weise
die angeblichen Eigenschaften von Juden. Diese werden als moralisch, geistig sowie körperlich degeneriert und als
bösartig dargestellt. Das Buch propagiert damit die von den Nationalsozialisten betriebene Diffamierung und Verfolgung
von Juden als minderwertige und zu verachtende Personen.
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Unter anderen heißt es in dem Buch: "Deutsche müssen lernen, den jüdischen Giftpilz zu erkennen. Sie müssen die
Gefahr erkennen, die der Jude für das deutsche Volk und die ganze Welt ist. [...] Die folgenden Geschichten erzählen
uns die Wahrheit über den jüdischen Giftpilz. Sie zeigen uns die vielen Gestalten, die der Jude annimmt. Sie zeigen uns
die Verworfenheit und Niederträchtigkeit der jüdischen Rasse. Sie zeigen uns, was der Jude wirklich ist: Der Teufel in
Menschengestalt!".
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Text-Dokument "Das Judentum - eine Gegenrasse", Upload des Angeklagten F. vom 4. März 2019 (Fall 125 der
Anklage)
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Am 4. März 2019 stellte der Angeklagte F. das Dokument "Das Judentum - eine Gegenrasse" in die Sidebar der GPD
ein. Es handelte sich um den 34-seitigen Scan eines Textdokuments, das sogenannte Forschungen zum Judentum
beschrieb, die der Autor Arno Schickedanz in den 1920er Jahren betrieben haben will. Danach sollte es sich bei der
jüdischen Bevölkerung um eine "Gegenrasse" handeln, die sich zusätzlich zu anderen Rassen gebildet habe. Diese
"Gegenrasse" sollte sich dadurch auszeichnen, dass sie aus Schmarotzern und Parasiten bestand, die "entartete
Rassenmerkmale" aufwiesen. Hierzu führte der Autor unter anderem aus:
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"Eine sekundäre menschliche Gegenrasse muß zerstören, um leben zu können; denn in der Zerstörung beruht gerade
ihr Leben; Die vom Judentum fortlaufend bewirkte ‚Zersetzung‘ ist für das Judentum selber ‚Fortschritt‘, der die Grenzen
jüdischer Auswirkung erweitert; die vom Judentum viel berufene ‚Freiheit‘ bedeutet in Wirklichkeit für alle anderen
menschlichen Rassen und Völker wachsenden ‚Despotismus‘ der instinktverbundenen Gegenrasse über die immer
schneller für sie zu reinen Ausbeutungsobjekten herabsinkenden, sozialen, menschlichen Gemeinschaften. [...] Und
noch nie ist in der Geschichte der Völker die Judenheit zu einer derartigen Weltbedrohung angewachsen, wie heute. [...]
Die ‚außerordentliche Maßnahme‘, die einzige, die helfen könnte, wäre Entfernung des Parasiten."
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Text- und Bild-Dokument "Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid", Upload des
Angeklagten F. vom 5. März 2019 (Fall 126 der Anklage)
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Am 5. März 2019 stellte der Angeklagte F. die Datei "Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem
Eid" in die Sidebar der GPD ein. Bei dem Dokument handelte es sich um den Scan eines Buches mit bebilderten
Texten in Reimform, die gegen Juden hetzten. Der Buchumschlag zeigte den Titel des Buches: "Trau keinem Fuchs auf
grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid". Zusätzlich war zu lesen: "Ein Bilderbuch für Groß und Klein von Elvira
Bauer". In den Texten wurden Juden durchgängig als "Judenbrut" und generell unerwünschte Personen diffamiert. Es
wurde ihnen unterstellt, sie seien selbst für den Antisemitismus verantwortlich. Neben herabwürdigenden Texten waren
mehrere verächtliche Zeichnungen des "hässlichen Juden" zu sehen.
360
Das Buch beginnt mit folgendem Gedicht:
361
"Der Vater des Juden ist der Teufel
362
Als Gott, der Herr, die Welt gemacht,
363
Hat er die Rassen sich erdacht: [...]
364
Und Juden auch, die bösen Wesen".
365
Es folgen weitere Gedichte, die mit diversen Karikaturen des "hässlichen Juden" in verschiedenen Alltagssituationen
bebildert sind. Dabei werden Juden als Menschen voller Hass, Lüge und Betrug sowie als raffgierig beschrieben. In dem
Buch finden sich hierzu unter anderem folgende Texte:
366
"Der Viehjude.
367
Was uns am Juden so mißfällt,
Ist seine schlimme Gier nach Geld. [...]