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BGH, Urteil vom 09.07.1970 – IX ZR 101/68LG Berlin07.03.1967;
KG16.01.1968
BeckRS 1970,
31372621
BGH, Urteil vom 09.07.1970 – IX ZR 101/68LG Berlin07.03.1967;
KG16.01.1968
Titel:
BGH: Urteil vom 09.07.1970 - IX ZR 101/68
Normenketten:
§ 64 Abs. 1 Satz 2 BEG
§ 154 Abs. 2 BEG
Amtlicher Leitsatz:
Ein minderjähriges Kind, das innerhalb der in §1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG genannten Gebiete in ein
Konzentrationslager verschleppt worden und dort verstorben ist, erfüllt die Voraussetzungen
des §64 Abs. 1 Satz 2 BEG mit §1 Abs. 1 und 2 Nr. 1 BVFG oder die des §154 Abs. 2 BEG auch
dann nicht, wenn der Vater Vertriebener im Sinne des §1 Abs. 2 Nr. 1 BVFG ist.
Rechtskraft:
rechtskräftig
Verkündet am 9. Juli 1970
Text1
BUNDESGERICHTSHOF
URTEIL
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 9. Juli 1970 unter
Mitwirkung des Senatspräsidenten Mai und der Bundesrichter Dr. Graf, Zorn, Henkel und Fuchs
für Recht erkannt:
Auf die Revision des beklagten Landes wird das Urteil des 13. Zivilsenats des Kammergerichts in
Berlin vom 16. Januar 1968 aufgehoben.
Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil der Zivilkammer 192 des Landgerichts Berlin vom 7.
März 1967 wird zurückgewiesen.
Die außergerichtlichen Kosten des Berufungs- und Revisionsverfahrens trägt die Klägerin;
gerichtliche Gebühren und Auslagen werden nicht erhoben.
Von Rechts wegen
Die Klägerin verlangt als Erbin Entschädigung für den. Ausbildungsschaden ihres am 29. Januar
1931 geborenen Bruders Alfred Michael B. der mit Wirkung vom 8. Mai 1945 für tot erklärt worden
ist.
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