356
Nachdem sich mehrere Nutzer in ihren Kommentaren zu dem Artikel „ARD-Doku: Auschwitz vor Gericht‘“ (siehe oben unter 26.) über die sogenannte Auschwitzlüge empört hatten, schrieb ein Nutzer mit dem Nutzernamen „rolfsteiner“ am 11. Dezember 2013 um
12.15 Uhr: „Das Ganze zu leugnen ist einfach lächerlich“.
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Hierauf erwiderte die Angeklagte T. in ihrem Kommentar mit der Post-ID 144131 am 11.
Dezember 2013 um 13.01 Uhr wie folgt:
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»Soso, wo sind aber denn die Beweise? Hast Du welche, glaubst Du, daß Vergasungen in Räumen stattgefunden haben, die mit Holztüren versehen waren und
nach innen aufgingen. Glaubst Du, daß man Leichenberge in Gruben einfach mal
so anzündet und die ratzfatz verbrennen? Glaubst Du den „Augenzeugen“, die
sich nach Jahrzehnten an die skurrielsten „Details“ erinnen können? Glaubst Du
diese ganzen Geschichten über Seife, Lampenschirme, Judenhaar zur U-BootDämmung usw.? Nimmst Du das alles fraglos hin?«
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Aus Sicht eines verständigen und unvoreingenommenen Lesers stellte die Angeklagte T.
damit die systematische Ermordung von Hunderttausenden von Juden in Auschwitz unter der Herrschaft des Nationalsozialismus in Abrede. Dabei hielt es die Angeklagte T.
zumindest für möglich, dass während der NS-Herrschaft Hunderttausende von Juden im
Konzentrationslager Auschwitz vergast worden waren und die von ihr geäußerte Sicht
unzutreffend war. Dies nahm sie indes hin, da sie davon ausging, andere leichter von ihrer nationalsozialistischen politischen Einstellung überzeugen zu können.
360
Der Nutzer „rolfsteiner“ antwortete am 11. Dezember 2013 um 14.48 Uhr auf den Kommentar der Angeklagten T. und führte aus, es gebe „tausende Indizien, tausende Zeugenaussagen, Bilder, Filmaufnahmen, Dokumente etc.“. Weiter führte er aus, er „nehme
nichts fraglos hin“, aber seiner Meinung nach ergebe sich „aus den unzähligen Indizien
ein nachvollziehbares, glaubwürdiges Gesamtbild“. Am selben Tag um 19.20 Uhr wurde
er hierauf von der Angeklagten V. „wegen anhaltender zionistischer Propaganda dauerhaft gesperrt“.
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29. Veröffentlichung des Beitrags mit der Post-ID 144142 (Fall 23 der Anklage)
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Am 11. Dezember 2013 um 0.06 Uhr stellte ein Nutzer mit dem Nutzernamen „Hatecorex“ im Forum unter der Überschrift „Fachkräftemangel beim FSV Wacker90 – die 7/3 Lösung –“ Auszüge eines auf der Nachrichtenseite „nnz-online.de“ erschienenen Artikels
ein, in dem unter der Überschrift „WACKER IST BUNT UND FUSSBALL VERBINDET“ darüber berichtet wurde, dass der Kreisjugendring Nordhausen und der FSV Wacker 90 mit
dem Ziel zusammenarbeiteten, die Fans über eine tolerante und offene Fankultur zu informieren und aufzuklären. Hierzu solle, so wurde in dem zitierten Bericht von „nnz-online.de“ weiter ausgeführt, „mit einem Team aus Fachkräften und Kooperationspartnern
des Kreisjugendring Nordhausen, dem Fußballverein und weiteren engagierten Partnern
der Region ermittelt werden, welche konkreten Entwicklungswünsche und Umsetzungsideen es hierzu“ gebe.
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Dies wurde in dem Beitrag des Nutzers „Hatecorex“ unter anderem wie folgt kommentiert:
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„Ohooo...Fachkräfte also? Na da bleibt ja nur zu hoffen dass es nicht solche Fachkräfte
werden, wie solche die jüngst in Berlin für ein Eklat gesorgt haben, als sie eine junge, am
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