tralen Gedenkstätten, in die nur exclusive Opfer hineinkommen, der Rest muß draußenbleiben.“ Sodann wird in dem Artikel ausgeführt, es sei „schön, wenn ein Volk etwas hat,
an dem es sein Selbstbewußtsein aufrichten kann, und sei es nur die Ermordung von unglaublich vielen, vielen Angehörigen“, deren Zahl von Jahr zu Jahr noch zunehmen müsse, rechne man die vielen Ungeborenen hinzu, „die ja eventuell hätten geboren werden
können“. Schließlich heißt es in dem Artikel, „Was ist da die lächerliche Differenz von 1,8
Millionen Toten? Erdnüsse!“
250
Nachdem mehrere Nutzer in ihren Kommentaren auf Umstände hingewiesen hatten, die
nach ihrer Auffassung die Vernichtung der Juden im Dritten Reich in Frage stellten oder
als Lüge entlarvten, verfasste der Nutzer „Robbi aus Hamburg“ am 30. Januar 2013 um
20.29 Uhr den folgenden Kommentar mit der Post-ID 86709:
251
»dradio.de - 31.1.2013 - Graumann: Jeder Schüler sollte einmal eine NS-Gedenkstätte besuchen«
252
Es folgte ein Link zu einem auf der Internetseite des „Deutschlandradios“ gespeicherten
Nachrichtenbericht, dessen Inhalt der Nutzer „Robbi aus Hamburg“ im Anschluss auszugsweise wörtlich zitierte:
253
»Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Graumann, fordert, die
Erinnerung an den Holocaust lebendig zu halten. Er sagte im NDR-Hörfunk, er
wünsche sich, dass jeder Schüler wenigstens einmal eine Gedenkstätte oder ein
Konzentrationslager besuche. Er habe die Hoffnung, dass junge Menschen dadurch ein Leben lang gegen die Versuchung von Ausgrenzung und Rassismus
immunisiert würden. Der Bundestag gedenkt am Mittag der Millionen Opfer des
Nationalsozialismus. Die Hauptrede hält die deutsch-israelische Schriftstellerin
und Holocaust-Überlebende Inge Deutscherkorn.«
254
Diesem Zitat folgte ein weiterer Link zu einem auf der Internetseite „www.[...].de“ abrufbaren Nachrichtenbericht zu diesem Thema. Sodann führte der Nutzer „Robbi aus Hamburg“ aus:
255
»Als wenn die permanente Gehirnwäsche durch die gleichgeschalteten Lügenmedien nicht längst genügte, um nicht nur in unserem Volk einen grenzenlosen
und unumkehrbaren Hass gegen dieses verlogene Drecksvolk heranzuzüchten,
verlangt dieser Irre jetzt auch noch, dass jeder Deutsche auch noch zusätzlich
als Schüler wenigstens einmal zur Gehirnwäsche in eine „Gaskammer“ usw. gesteckt wird. Ha ! Zur Hölle, Du Ratte ! Ich werde mich für die Vergewaltigung
meiner jungen Seele in Dachau mit sechzehn Jahren noch blutig rächen, Ihr verfluchtes Rattengezücht ! Zur Hölle mit Euch ! Zur Hölle !
256
Bitte diesen Gefühlsausbruch – werte Schriftleitung – nicht löschen damit ich
nicht daran ersticke und dann vielleicht – aus schierer Verzweiflung – wirklich
einen von denen erschlage. Der ganze Himmel stehe uns allen bei gegen diese
Menschenmörderpest !«
257
Mit diesen Ausführungen brachte der Nutzer „Robbi aus Hamburg“ in einer für einen
verständigen, unvoreingenommenen Leser unmissverständlichen Weise zum Ausdruck,
dass die systematische Ermordung von Millionen von Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus nicht stattgefunden habe.
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