"Ich war Mitglied der NSDAP mit der Mitglieds-Nr. 566776. Der NSDAP beigetreten am 1.6.1931 . .
. Wurde später in Gruppe III eingestuft. Wenn Sie dieses nun alles nicht stört, so möchte ich Sie
bitten, mir umgehend Propagandamaterial zu schicken. Sie können das ohne Bedenken machen.
Ich bin kein
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Verräter. Ich bin nach wie vor überzeugter Nationalsozialist. Also nochmals Propagandamaterial.
Mit deutschem Gruß."
Die Antwort des Landesgeschäftsführers Niedersachsen, Heinze, vom 14. Dezember 1951 (Urk. 49
a) enthält die bezeichnenden Sätze:
"Aus Ihren Ausführungen entnehme ich, daß Sie die wünschenswerte Absicht haben, sich aktiv für
die Arbeit in unserer Partei einzusetzen. Mit großem Interesse habe ich von Ihrem Werdegang und
Ihrer Einstellung Kenntnis genommen. Sie gehören offenbar zu den Menschen, von denen wir in der
Partei nicht genügend haben können."
In einem Brief vom 13. Juli 1951 an den hessischen Landesgeschäftsführer Schwing (Urk. 51) stellt
ein Friedrich Markgraf u. a. folgende politische Forderungen auf, für die er "noch einmal bereit
wäre, aktiv in den politischen Kampf einzugreifen":
" ...
Volle Anerkennung der Leistungen des Dritten Reiches, Anknüpfung an dessen Tradition und
Mitverwendung der besten Ideen,
Tod den Verrätern und Saboteuren sowie Separatisten (Rote Kapelle usw.). Entfernung dieser
Männer aus ihren heute innehabenden maßgeblichen Stellungen,
Entfernung der Kirche beider Konfessionen aus der Politik, besonders der ‚schwarzen' Richtung ..."
Über seinen politischen Werdegang schreibt er:
"Zum Schluß möchte ich noch besonders darauf hinweisen, daß ich auch im Lager Darmstadt
immer meine Ehre als Nationalsozialist verteidigt habe und mich niemals zu den ‚Nazis' gerechnet
habe. Die SS habe ich seit dem Jahre 1929 mit groß gehungert, dieses im wahrsten Sinne des
Wortes. Allgem. SS-Unt.-Sturmführer, Waffen-SS-Oberscharführer, Abteilungsleiter bei der DAF im
Amt Reisen-Wandern-Urlaub ..."
Dieses Schreiben gibt keinen Anlaß, ihm zu bedeuten, daß die SRP andere politische Ziele verfolge,
eine demokratische Partei und nicht bereit sei, "an die Tradition des Dritten ReiBVerfGE 2, 1 (23.10.1952 - 1 BvB 1/51)
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ches anzuknüpfen". Im Gegenteil stellt Schwing ihm in seiner Antwort vom 28. Juli 1951 (Urk. 51
a) in Aussicht, ihn an seinem Wohnort aufzusuchen.
Noch ausführlicher legt seine nationalsozialistischen Ideen ein Willy Schürmann aus Bad Wildungen
mit einem Schreiben an Dr. Dorls vom 27. Mai 1951 (Urk. 121) dar. Er wünscht zunächst der SRP
zu ihrem Wahlsieg in Niedersachsen ein kräftiges "Sieg Heil". Dann führt er aus, daß nur die
rettende Idee des zwanzigsten Jahrhunderts - nämlich die den elementaren Naturgesetzen
entsprechende Idee Adolf Hitlers - die Voraussetzung für einen wahren völkerverbindenden
germanischen Staatenhund schaffen könne. Vier Punkte seien es, die diese Idee unüberwindlich
machten:
"1. Das Rassenschutzgesetz.
2. Die Eingliederung aller blutsmäßig deutschen Stämme ins Reich.
http://beck-online.beck.de/Bcid/Y-300-Z-BVERFGE-B-2-S-1-N-1
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