die, wie, soweit ersichtlich, alle mit der „Neuen Germanischen Medizin“ konfron\erten
medizinischen Standes- und Fachorganisa\onen vor jener warnten. 38 So sind etwa die
Dokumenta\on der Schweizerischen Studiengruppe für Komplementäre und Alterna\ve
Methoden bei Krebs „A.s ,Neue Medizin‘“, herausgegeben von der Krebsliga Schweiz 2001,
die Gutachterliche Stellungnahme für die Deutsche KrebsgesellschaT zur „Germanischen
Neuen Medizin (GNM)“ von Dr. Sökler von ca. 2004 und die Presseerklärung von Prof. Dr.
Freund, dem Vorsitzenden der KrebsgesellschaT Mecklenburg- Vorpommern, zu einer für
den 4. August 2006 geplanten Veranstaltung zur „Germanischen Neuen Medizin“ in GraalMüritz hervorzuheben. In der erstgenannten Dokumenta\on heißt es u. a.: 39 „In der
medizinischen Fachliteratur ist bisher kein Fall einer Heilung eines Krebspa\enten mit der
Methode A.s publiziert. Es wurden auch keine entsprechenden Studien in der Fachpresse
veröffentlicht. 40 Die ,A.’schen Herde‘ auf CT-Bildern in A.s Büchern werden von
radiologischen Experten als typische Artefakte des Röntgengeräts iden\fiziert, die bei
einer qualita\v minderwer\gen CT-Aufnahme auTreten können. 41 Der ,Spiegel‘ berichtet
von einer Überprüfung durch deutsche Behörden: Von 50 Krebskranken, welche bei A. in
Behandlung gewesen seien, häHen nur sieben überlebt. 42 Um die zahlreichen, teils sehr
empathisch dargestellten Fallberichte in A.s Büchern aus medizinischer Sicht beurteilen zu
können, fehlen wesentliche zusätzliche Angaben, so dass bei den geschilderten Heilungen
Zweifel angebracht sind. 43 A. und seine Anhängerinnen und Anhänger verweisen immer
wieder auf die zahlreichen Überprüfungen seiner Hypothesen an Ärztekonferenzen, bei
welchen die Theorie anhand von Pa\entenfällen verifiziert worden sei. Die Bestä\gungen,
die von solchen Ärztekonferenzen vorliegen, sind aus wissenschaTlicher Sicht
nicht überzeugend, da wesentliche Angaben zum Vorgehen fehlen. Auch die
Bestä\gung durch drei Vertreter der Universität Trnava (Slowakei), die von
Anhängerinnen und Anhängern der ,Neuen Medizin‘ hervorgehoben wird, sagt ohne
entsprechende Daten nichts aus. […] 44 Die Theorie der ,Neuen Medizin‘ steht in diversen
Punkten im Gegensatz zu den Erkenntnissen der wissenschaTlichen Medizin, und zwar
sowohl in Bezug auf die Ä\ologie und die Diagnose von Krebserkrankungen als auch in Bezug
auf ihren Krankheitsverlauf und die Behandlung.“ 45 Dezidiert kam Dr. Sökler zu dem
Fazit: 46 „Bei der sog. ,Germanischen Neuen Medizin‘ von Herrn A. handelt es sich um ein in
der Biographie und Träumen von Herrn A. begründetes Theorem ohne jede wissenschaTliche
oder empirische Begründung. Im Gegenteil, nach heu\gem Erkenntnisstand ist die