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Im Einklang mit den Gedanken, die der Angeklagte sowohl in seiner Masterarbeit als auch in seiner Einlassung zu
dieser Masterarbeit zum Ausdruck gebracht hat, stehen eine Reihe von Aufzeichnungen, die bei dem Angeklagten
sichergestellt wurden, zu denen der Angeklagte jeweils bestätigt hat, dass er sie gefertigt habe. Diese dokumentieren
seine völkisch-nationalistische, insbesondere antisemitische und von Fremdenhass geprägte Gesinnung. Dies gilt etwa
für die folgende Aufzeichnung, die laut Vermerk von KHK Nachname2 vom 3. März 2022 auf den 26. Oktober 2014
datiert ist und sich in einem roten Notizbuch befindet, das am 11. Februar 2022 in der Plastiktüte sichergestellt wurde,
die der Angeklagte auf seinem Rückweg von Straßburg mit sich führte:
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"[...] Es passiert hier überall, überall auf den Strassen Dresdens siehst du sie. Junge deutsche Mädchen mit Schwarzen,
Arabern, Asiaten... Bei den Asiaten ist es meistens umgekehrt, hier sind es die sächsischen Jungen, die mit asiatischen
Mädchen zusammen sind. Es zerreisst mir das Herz, schnürt mir den Atem ab, und macht, dass ich üble Laune
bekomme. Manchmal halte ich die innere Spannung kaum aus. Mittlerweile fühle ich mich gedrängt, etwas dagegen zu
machen, die Mädchen anzusprechen, was sie da gerade verbrechen, die Typen wegzuhauen. Ich wäre dann natürlich
der Rassist, der Nazi, das Monster, die Mädchen würden nichts begreifen, aber das ist mir egal, denn hier liegt die
Essenz, hierauf kommt es an. Ohne unser Volk ist Deutschland nichts. Es ist die einzige Ressource, die wir haben, es
ist alles, was wir sind und sein wollen. Man will es uns nehmen, will uns auszüchten, irreversibel. Oft stelle ich mich
daneben, und glotze die betroffenen aggressiv an, weil ich mich kaum zurückhalten kann. Überall sehe ich sie mit nur
diesem einen Ziel, deutsche Frauen zu penetrieren. Ihr Blick, ihre Art sich zu kleiden. Unsere Frauen, völlig verzogen,
nur auf sexuelle nonverbale, oberflächliche Reize aus. Keine Verantwortung gegenüber Ihrem Volke kennend, weil man
es uns ausgetrieben hat. Es ist elend und lässt mich tiefstes Leid verspüren. Es entkräftet mich, ich habe es so satt [...]".
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Die Gesinnung des Angeklagten zeigt sich zudem an seinen Notizen vom 31. Oktober 2014 in der Datei
"Systemverständnis.doc". Dort schrieb er, Multikulturalität und Toleranz bewirkten die Zerstörung der Kulturen und die
Unterdrückung des Selbsterhaltungswillens. Die Demokratie sei ein System, in dem der wahre Entscheidungsträger
unentdeckt bleibe; es sei "Vortäuschung einer Anteilnahme des Bürgers". Parteien wie SPD und CDU täuschten ebenso
wie Torries und Labour Demokratie nur vor. Reduzierung der Armeen und Aufstockung der Polizei bedeute
Vorbereitung auf Niederschlagung innerer Aufstände. Polizei bedeute Einsatz der Bevölkerung gegen das
Freiheitsstreben der eigenen Bevölkerung. BND, CIA, MI6 bedeuteten Durchsetzung krimineller staatlicher Interessen.
Verfassungsschutz, MAD bedeuteten Verbot der Meinungsfreiheit und ideologische Säuberung. Der Zionismus sei die
Wurzel des Übels, wobei die Vereinigten Staaten von Amerika als "Machtmittel zur Durchsetzung teuflischer Interessen"
dienten.
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In Notizen zu einem Vortrag, den der Angeklagte dem Vermerk der KHKin Nachname8 vom 15. November 2017 zufolge
am 15. Dezember 2016 in Stadt28 hielt, wozu der Angeklagte erläutert hat, dass es beim sogenannten "Preußenabend"
gewesen sei, schrieb der Angeklagte: "Ich bin Anti-Semit, weil ich nicht toleriere, dass eine Gruppe die Opferrolle für
sich gepachtet hat und deshalb all seine Widersacher automatisch zu Tätern werden" und "Ich bin Rassist weil ich
Gewalt durch Flüchtlinge nicht einfach toleriere."
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Weiterer Beleg für die Geisteshaltung des Angeklagten ist seine Notiz zu einem "Zentralrat der Deutschen". So hielt er
handschriftlich auf Notizzetteln fest, die nach den Angaben von KHK Nachname2 im Pkw des Angeklagten sichergestellt
wurden:
"Verbindung
zu
allen
deutsch-nationalen,
patriotischen
Organisationen",
"Gründung
von
Jugendorganisationen", "Jugend-Feste Verkuppelung" "Vertretung der Ethnie dt. (deutsch) Angelehnt an Jüd (jüdische):
mindestens ein Elternteil muss deutsch sein um als deutsch angesehen werden zu können, Blutrecht". Diese
Aufzeichnungen des Angeklagten belegen, dass er der Auffassung ist, es gebe eine naturgegebene Andersartigkeit
zwischen Menschen verschiedener Herkunft bzw. "Rasse", und Angehörige der jüdischen Religion begründeten - in
Übereinstimmung mit der nationalsozialistischen Doktrin - eben eine solche "Rasse".
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(c) Audiodateien
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Im inhaltlichen Einklang mit seiner in der Masterarbeit dargelegten Weltanschauung stehen auch zahlreiche
Audiodateien, die der Angeklagte mit seinem Mobiltelefon in der Zeit zwischen dem 6. November 2014 und dem 15.
Januar 2017 aufgenommen hatte. Der Angeklagte hat bestätigt, dass er diese Audiodateien erstellt habe, was im
Einklang mit der Wahrnehmung des Senats steht, dass es sich nach Klangfarbe, Ausdrucksweise und Tonfall bei der zu
hörenden Stimme um die des Angeklagten handelt. Dass die Audiodateien zu den jeweiligen Zeitpunkten aufgenommen
worden sind, die im Weiteren festgehalten sind, ergibt sich aus dem Vermerk von KOK Nachname1 vom 11. April 2017,
in dem die durch technische Auswertung des Mobiltelefons ermittelten Zeitstempel der Aufnahmen niedergelegt sind.
So führte der Angeklagte in einer Audiodatei vom 10. Januar 2016 aus, die Vermischung von Nationen und Kulturen sei