332
Mir ist selbstverständlich bewußt, daß nicht »Auschwitz« allein mit der angeblichen Judenvernichtung in Verbindung gebracht wird. Es nimmt in diesem Rahmen jedoch – qualitativ und quantitativ – eine so überragende Stellung ein, daß
nach meiner Überzeugung mit der »Todesfabrik Auschwitz« die These von der
»planmäßigen Judenvernichtung«, als solche steht oder fällt. Das rechtfertigt unter anderem die Beschränkung auf dieses Thema.
333
Zu bemerken bleibt, daß dies nicht die Arbeit eines Historikers, sondern eines
zeitgeschichtlich interessierten Juristen ist. Die Beachtung wissenschaftlicher
Grundsätze war für mich selbstverständlich. Es war auch nicht meine Absicht, zu
polemisieren, sondern nur eine nüchterne Bestandsaufnahme zu machen und
daraus die Folgerungen zu ziehen. Sollte an einigen Stellen der Arbeit ein anderer Eindruck entstehen, so möge der Leser sich fragen, ob das nicht zwangsläufig in der Natur der Sache liegt.
334
Hamburg, im Dezember 1978
335
Dr. jur. Wilhelm Stäglich.«
336
Es folgte die Angabe der Quelle, unter der der Text im Internet heruntergeladen werden
konnte. Anschließend hieß es weiter:
337
»***
Die Einführung von Stäglich ist fast noch treffender als das Vorwort:
338
Erstes Kapitel
339
Einführung
340
I. DER AUSCHWITZ-MYTHOS: GEFAHR FÜR DIE VOLKSKRAFT
341
Nicht selten pflegten die Menschen zu allen Zeiten Opfer bestimmter Illusionen
zu sein. Das ist auch heutzutage nicht anders. Eine der größten Illusionen unseres Zeitalters ist der wohl in den meisten Menschen wirkende Glaube, sie würden so umfassend, vollständig und vor allem auch zutreffend informiert, wie das
noch zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit der Fall war. Tatsächlich dürfte jedoch eher das Gegenteil richtig sein. Die Fülle der durch die
modernen technischen Möglichkeiten der Nachrichtenübermittlung angebotenen
Informationen steht im umgekehrten Verhältnis zu ihrem Informationswert, nicht
zuletzt aber auch zum Wahrheitsgehalt der einzelnen Informationen. Diese Erfahrung hat wohl schon jeder gemacht, der einmal Meldungen der Massenmedien über ein bestimmtes Ereignis, dem er selbst beiwohnte, oder über eine bestimmte Frage, über die er selbst eigene einschlägige Kenntnisse besitzt, gegenüberstand und dabei feststellen mußte, daß vieles anders – mitunter sogar wesentlich anders – geschildert wurde, als er es selbst wußte.
342
Es ist hier nicht der Ort, die vielfältigen Ursachen hierfür zu untersuchen oder
auch nur anzudeuten. Über eines sollte man sich allerdings ganz klar sein: alle
Informationen mit politischem Bezug sind heute zweckgerichtet. Die vielzitierte
Unabhängigkeit der Massenmedien ist eine schöne Sage, und von der den Menschen immer wieder suggerierten "Ausgewogenheit" der Meinungen kann dort
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