worden. Befremdlich: Der Anwalt sprach sogar von einer „Zwangsdeportation“.
Dabei geht es F. nach N.-Informationen viel besser, als er im Saal vorspielt. Außerhalb der
Verhandlung soll er mit einer Ärztin geflirtet und über seinen kaputten Rollstuhl geschimpft
haben. Zudem soll er gestern zwei große Teller Nudeln gegessen und gesagt haben: „Das
schmeckt mir.“
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Heute wird der Prozess mit der Zeugenvernehmung fortgesetzt.“,
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sei ein perfider Hetzartikel, in dem der Kläger bereits umfassend vorverurteilt werde. Der
Kläger werde (unzulässig) als „NS-Scherge“ bezeichnet, der im Gerichtssaal den Todkranken
spiele, sich theatralisch aufführe und mit einer Ärztin geflirtet habe. Trotz der von allen Ärzten
festgestellten Verhandlungsfähigkeit von maximal drei Stunden pro Verhandlungstag werde
vermittelt, er spiele seine Erkrankungen in theatralischer Weise vor. Es werde dem Leser ein
Bild eines bestialischen Tieres in Menschengestalt vermittelt, der in völliger Gefühlskälte,
seine Opfer vor Augen, zwei große Teller Nudeln in sich hineinstopfe und dies – im
Gegensatz zum Schweigen über seine eigenen grauenhaften Taten – mit entsprechenden
„lobenden Rülpsern“ kommentiere.
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Mit dem Artikel vom 14.05.2010,
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„VOR GERICHT SPIELT ER DEN BETTLÄGRIGEN, ALTEN MANN
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F. singt und lacht im Knast
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Von O.
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Er spielt vor Gericht jedes Mal wieder den Schwerkranken. Stöhnt im Krankenbett vor sich
hin. Kann angeblich nur drei Stunden am Tag dem Prozess folgen: KZ-Scherge F. (90). Alles
billiges Schmierentheater!
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Denn nach N.-Informationen gibt sich der Kriegsverbrecher in der JVA P. ganz anders. F. ist
in der Krankenabteilung im Zimmer K0 23 untergebracht. Und dort munter unterwegs.
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„Er läuft ganz normal im Zimmer auf und ab. Geht auch oft alleine aus der Zelle. Als wir die
Bilder aus dem Gerichtssaal sahen, wie er sich dort gibt, haben wir nur gelacht“, sagt ein
Informant gegenüber N..
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Einmal habe er im Knast sogar vorgemacht, wie er als Soldat marschierte. „Ich jetzt Admiral“,
habe F. in gebrochenem Deutsch gesagt und gelacht.
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Überhaupt sei der Kriegsverbrecher, den im Knast alle nur F. rufen, gut gelaunt. Er habe viele
Postkarten aus der ganzen Welt bekommen. „Die hängen an der Wand“, so der Zeuge. „Einer
russischen Krankenschwester hat er ein russisches Lied geschrieben.“ Und es ihr in der Zelle
gleich vorgesungen.
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Oder er habe aus Spaß wie ein Hund gebellt. Und zu einem Mitgefangenen gesagt: „Du bist
Hund.“ An seinem 90. Geburtstag verteilte er den Kuchen unter den Häftlingen der JVA P..
Ernst würde der KZ-Scherge immer dann, wenn er über den Prozess spricht. „Alle gegen
mich.“
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Auch über den Hauptbelastungsbeweis, den SS-Ausweis aus dem KZ-E. von 1943, habe er
gesprochen: „Das mein Foto“, bestätigte er. Und hätte sofort einem Gefangenen gedroht:
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