decken und festzustellen. Nach Eintreffen ‘eines Transportes zu ermorüber dender Kriegsgefangener erfolgte die Aufforderung — meistens Lagerlautsprecher — „Kommando 99 ans Tor“. Daraufhin begaben sich die in Lager anwesenden Kommandoangehörigen, unter ihnen der Angeklagte, unverzüglich zum Tor und von dort zum ehemaligen Pferdestall derSS. 0° | Zunächst erfolgten die Ermordungen im Pferdestall in der Weise, daß die Kriegsgefangenen binterrücks mit einer Keule erschlagen wurden. Als sich die Transporte häuften und größer wurden, wurde der Pferdestall baulich verändert und eine sogenannte Die zu ermordenden Kriegsgefangenen Genickschußanlage eingerichtet. betraten durch eine Giebeltür einen Aufenthaltsraum, wo sie sich auskleiden mußten. Von dort wurden sie einzeln von Angehörigen des Kommandos 99 in das sogenannte Arztzimmer am anderen Ende des Pferdestalles geführt. Um dem Gefangenen 'vorzutäuschen, daß ihn eine ärztliche Untersuchung erwarte, hatten sie sich weiße Arztkittel übergezogen. Im Arztzimmer mußte der Gefangene sind. An dieser Stelle war die Wand schlitzartig durchbrochen zu einem kleinen Nebenraum, in dem ein anderer Angehöriger des Kommandos 99 stand, der mit einer Pistole auf den ihm den Rücken zukehrenden Gefangenen schoß. Damit dieser den Schützen nicht sehen konnte, war der Wanddurchbruch mit einer Klappe zugedeckt, die vom Schützen, nachdem ihm aus dem Arztzimmer ein vereinbartes. Zeichen gegeben war, zurückgeschlagen wurde. Die. tödlichen Schüsse wurden auf das Genick der Opfer abgefeuert. Hatte ein Schuß noh keine unmittelbar tödliche Wirkung, so wurde der Schwerverletzte mit einer Keule erschlagen oder durch weitere Schüsse getötet. . a | 3 U ze > 12 0 üblich Fa der Körpergröße u 3 Messung stellen, die mit’Meßstrichen versehen war, wie sie zur S “ BD 0 aa sih an eine Wand Nach der Ermordung wurde die Leiche aus dem Arztzimmer in einen Vorraum geschleift und das Zimmer vom Blut gereinigt. Um die im Aufenthaltsraum wartenden Gefangenen nicht zu beunruhigen, waren die Zwischenwände bis zum Arztzimmer und die Türen schallisoliert; außerdem trägt die Anzahl der im KZ Buchenwald gehörigen des Kommandos Ermordeten über 8400. Die An- 99 lösten einander bei der Verrichtung ihrer Untaten ab. Jeder der Beteiligten wirkte mit bei der Zuführung der Opfer 127 A, AD: rein Um beim Transport Blutspuren zu vermeiden, wie sie anfangs von den Häftlingen beobachtet worden waren, ließ die SS später besondere mit Zinkblech ausgeschlagene große Wannen herstellen, in denen die Leichen auf Lastkraftwagen überführt wurden. In einer Nacht wurden auf diese Weise bis zu 300 sowjetische Kriegsgefangene ermordet. Insgesamt be- Mut durch einen Lautsprecher Musik übertragen. Die Leichen der. Ermordeten wurden schließlich ins Lagerkrematorium gebracht und dort verbrannt. L,W wurde solange, bis der letzte des jeweiligen Transportes ermordet war,

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