Cabolet,
PG seit 1930, SA 1932, Oberführer (hauptamtlich);
Festge,
(Verfasser der parteiamtlichen Broschüre "Soldaten gegen Remilitaristen" und von
Artikeln in der SRP-Presse): SA 1928, PG seit 1929, SS 1930, Hauptsturmführer im
Stabe des SS-Hauptamtes 1936;
Mellin,
früher 1. Vorsitzender des Landesverbandes Württemberg: hauptamtlich in der DAF
tätig;
Rößler
(Dr.
Richter)
der später der SRP beigetretene Bundestagsabgeordnete, war altes Mitglied und
hauptamtlich politischer Leiter der NSDAP.
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Über die nicht genannten Parteiratsmitglieder und Landesverbandsvorsitzenden liegen Angaben
nicht vor. Zum Teil können sie, wie z.B. Falck und Weber, wegen ihrer Jugend nicht alte
Parteigenossen gewesen sein.
2. Im Landesverband Niedersachsen sind die wichtigsten Posten mit alten Nationalsozialisten
besetzt.
Der 2. Vorsitzende Glorius war PG von 1930, das Vorstandsmitglied Trauernicht PG und SAAngehöriger von 1931, Hauptsturmführer und Kreisbauernführer, Frau von Kloth in der NSFrauenschaft aktiv tätig. Nähere Angaben über sie sowie über die übrigen Vorstandsmitglieder
Stührmann, Heinze (früher Polizeioffizier) und Negrassus liegen nicht vor.
Der Landesleiter Süd, Meyer, war PG von 1928, Reichsredner, Führer der Deutschen Christen und
ehemaliger Landespropst.
Von den oben Erwähnten sind Dr. Dorls, v. Westarp, Dr. Schrieber, Finke, Cabolet und Trauernicht
zugleich Abgeordnete im niedersächsischen Landtag. Von den übrigen zehn Abgeordneten der
ursprünglich sechzehn Mitglieder starken SRP-Fraktion sind Alt-Pg's: Rabeler, Hopp, Vahldiek,
Kewer, Ostermann
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und Giesecke. Ob die Abgeordneten Druck und Arndt, die übrigens inzwischen mit Kewer aus der
SRP-Fraktion ausgeschieden sind, Parteigenossen waren, konnte nicht festgestellt werden. Die
Abgeordneten Knoke und Springer können wegen ihrer Jugend nicht Alt-Parteigenossen gewesen
sein.
Auch die Liste der Landesredner weist zahlreiche "alte Kämpfer" auf; außer den bereits genannten
Funktionären, die in Niedersachsen tätig sind, z.B. die Landesredner Ackermann und Wilsch, deren
Lebensläufe vorgefunden wurden. Die Parteileitung verlangte nämlich von Funktionären und
Wahlbewerbern die Beantwortung eines Fragebogens, in dem ausdrücklich die Frage nach ihrer
früheren Tätigkeit in der NSDAP gestellt war. Ackermann beantwortete diese Frage (Urk. 96) wie
folgt:
"Nach dem Besuch der Oberrealschule drei Jahre Schauspielunterricht. Engagements an
verschiedenen Bühnen. Dann 1929 zur NSDAP. 1934 bis 1937 hauptamtlich als Ausbilder (Stubaf)
an einer SA-Schule. 1937 als Nachrichtensprecher und Reporter zum Rundfunk. Im Kriege als
Kriegsberichter, ab 1944 als Leiter und Sprecher der Wunschkonzerte im Soldatensender ‚Ursula'."
Nach meiner Entlassung aus der Gefangenschaft bis 1950 im landwirtschaftlichen Betrieb meines
Schwagers tätig gewesen. Seit März 1950 erwerbslos. Nicht entnazifiziert." Im Lebenslauf von
Wilsch (Urk. 100) heißt es:
http://beck-online.beck.de/Bcid/Y-300-Z-BVERFGE-B-2-S-1-N-1
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