3. Das Führerausleseprinzip (welches allein die Voraussetzung für eine wahre germanische
Demokratie, im Gegensatz zur jüdisch-kapitalistischen-liberalistischen ‚Demokratie' ist).
4. Die Boden- oder Leistungswährung . . ."
Auch dieser Mann wird nicht abgeschüttelt. Vielmehr sendet Heller dieses Schreiben an den
Landesverband Hessen mit der Bitte um Verbindungsaufnahme. Schwing schlägt dann eine
Besprechung (Urk. 121 a) vor, zu der Schürmann noch weitere Interessenten bestellen soll.
Am 15. Juni (Urk. 47) schreibt Otto Schröder aus Buggingen an Dr. Dorls:
". . . Ich wurde bei dem Zusammenbruch 45 als Aktivist 9 Monate beim Franzosen eingesperrt,
doch war mir das Internieren keine Schande, sondern eine Ehre ... Ich halte die Politik der NSDAP
im Großen gesehen heute erst recht für richtig und habe seit 46 diese Politik vorsichtig aber
konsequent in den Angestellten- und Arbeiterkreisen des Kalibergwerks vertreten ..."
Auch hierauf verfügt Heller Abgabe an den Landesverband Baden mit der Bitte um
Verbindungsaufnahme, und der Landesverband Baden bietet Schröder gleich die Stellung eines BeBVerfGE 2, 1 (23.10.1952 - 1 BvB 1/51)
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zirksleiters für Südbaden an (Schreiben Försters an Schröder vom 15. Juli 1951, Urk. 47 b).
Ähnliche Schreiben liegen in großer Zahl vor. Aus ihnen ergibt sich, daß die alten
Nationalsozialisten selbst die SRP als eine Fortsetzung der NSDAP unter anderem Namen ansehen.
In dieser ganzen Korrespondenz wird nie ein Wandel der Anschauungen oder der Gesinnung erklärt
oder gefordert. Vielmehr prahlt jeder mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit; manche
Zuschriften betonen ausdrücklich, daß der Schreiber seine frühere Einstellung unverändert
beibehalten habe.
Dem entspricht es auch, daß, wenn in der Korrespondenz zwischen Parteistellen über einen Dritten
berichtet wird, die frühere Aktivität in der NSDAP eine große Rolle spielt und das Festhalten an
alten Anschauungen besonders anerkannt wird.
So hatte sich ein August Holzhausen der SRP angeschlossen und sich bereit erklärt, den
Kreisverband Einbeck aufzubauen. Dr. Krüger schreibt über ihn an Finke am 25. Oktober 1950
(Urk. 54):
"Übrigens hat sich durch die Werbungsarbeit hier in Bisperode ein Mann gemeldet, der im Kreis
Einbeck die SRP aufziehen will. Es handelt sich um August Holzhausen, wohnhaft in (20b) Odagsen,
Kreis Einbeck. Er hat nicht nur den gleichen Vornamen wie Sie, sondern gehörte einmal der
gleichen Farbe an und macht einen sehr guten Eindruck ..."
Die "gleiche Farbe" bezieht sich, wie Dr. Krüger als Zeuge bestätigte, auf die Zugehörigkeit zur SS.
Frau von Wangenheim schreibt an Heinze am 5. Dezember
1951 über Manns (Urk. 262):
". . . Ich kenne Manns seit 32, wir waren ja in der ersten Kampfzeit schon Kameraden. Ich schätze
auch heute seine Gesinnung, er ist der Sache treu geblieben! Nur leider gehört er nicht zu den
Charakterfesten, die auch vorleben! Inzwischen soll sich das ja allerdings gebessert haben. Aber als
man auf den unglücklichen Gedanken kam, Manns zur Wahlzeit nach Bückeburg zu holen, rotteten
sich die Einwohner auf der Straße zusammen u. schrien, er solle lieber eine Gläubigerversammlung
statt einer WahlverBVerfGE 2, 1 (23.10.1952 - 1 BvB 1/51)
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http://beck-online.beck.de/Bcid/Y-300-Z-BVERFGE-B-2-S-1-N-1
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1/31/2023