BGH, Urteil vom 13.12.1973 – IX ZR 142/72LG Mainz; OLG
Koblenz02.03.1972
BeckRS 1973,
31378847
BGH, Urteil vom 13.12.1973 – IX ZR 142/72LG Mainz; OLG Koblenz02.03.1972
Titel:
BGH: Urteil vom 13.12.1973 - IX ZR 142/72
Normenketten:
Art. III Nr. 1 Abs. 1 BEG-SchlußG
§ 160 BEG
Amtlicher Leitsatz:
Dem konkreten Rechtslagenvergleich ist bei der Feststellung der Rechtslage am 17. September
1965 der Flüchtlingsbegriff zugrundezulegen, der sich aus der damaligen Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs ergab. Die spätere Neubestimmung des Flüchtlingsbegriffs durch die
Entscheidungen BGH RzW 1968, 571 Nr. 34; 1969, 493 muß deshalb außer Betracht bleiben.
Rechtskraft:
rechtskräftig
Verkündet am 13. Dezember 1973
Pohl, Amtsinspektor als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle
Text1
BUNDESGERICHTSHOF
URTEIL
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 25. Oktober 1973 durch die
Richter Wüstenberg, Henkel, Fuchs, Dr. Thumm und Portmann
für Recht erkannt:
Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 5. Zivilsenats - Entschädigungssenats - des
Oberlandesgerichts Koblenz vom 2. März 1972 wird zurückgewiesen.
Das Verfahren ist gebühren- und auslagenfrei. Die außergerichtlichen Kosten der Revision trägt der
Kläger.
Von Rechts wegen
Der 1912 geborene jüdische Kläger wohnte in Br./Tschechoslowakei. Er war Schafwollhändler. Im
März 1948 verließ er sein Heimatland und wanderte über Ungarn und die Schweiz nach Australien
aus. Dort lebt er seitdem.
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