Im Jahre 1936 absolvierte der Angeklagte einen der Lehrgänge auf de: | Ordensburg „Vogelsang“, zu denen nur besonders aktive ‘ Funktionäre der Hitlerbewegung zugelassen wurden. ” und führende a Im Jahre 1937 wurde -der Angeklagte durch den „Führer und Reichs- : ET Er kanzler“ unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum außerordentlichen . Professor im preußischen Landesdienst ernannt. Ihm wurde mit Wirkung vom 1. April 1937 in der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der: Nachdem we ei; a .} a Universität Königsberg eine planmäßige liehen. Ä | | nee su ; Pr len Bee re isn al na 2 | Tee - ze — En | der Angeklagte außerordentliche Professur verir in der Landwirtschaftlichen Hochschule in ; Berlin sein Diplom-Examen bestanden hatte, spezialisierte er seine Tätig-. keit immer mehr auf die sogenannte „Ostf orschung“. Im Sommer 1928 war er sechs Monate in der „Deutsch-Russischen Saatbau A.-G.“ im N ordkauka. sus tätig und arbeitete vom Mai 1929 bis zum Februar 1930. als Volontär- . Sowjetunion führte, China, Kanada und die Vereinigten Staaten berührte | und sich insgesamt über einen Zeitraum von 11/s Jahren erstreckte, Da- nach kehrte er als Assistent an das Institut zurück. . *; Über die auf den Reisen gemachten Beobachtungen hat der Angeklagte ' später „interessierten politischen und militärischen Stellen“ Mitteilung en gemacht. Diese Tatsache hat der Angeklagte dem Zeugen ©, mitgeteilt. BE I nr en en Siee a a ee = en =; ie u | assistent am „Institut für ostdeutsche Wirtschaft“ in Königsberg. Im Auftrage dieses Instituts unternahm er eine Reise, die ihn erneut durch die = „er 2 en _ Die sogenannte „Ostforschung“ entstand in der Phase der Herausbil- dung des Monopolismus in Deutschland. Ihre Aufgaben sind die Erkmdung der politischen, ökonomischen’ und sozialen Lebensbedingungen der_:.: Völker und Staaten Ost- und Südosteuropas. Sie bediente sich sowohl wis- : senschaftlicher Formen als auch der Methoden der Nachrichtensammlung und der Spionage. Zu den Aufgaben der „Ostforschung“ gehörte aber auch die Ausarbeitung von Programmen zur Planung und Vorbereitung ee von Okkupationsmaßnahmen des deutschen Imperialismus in Ost- und "Südosteuropa, die ideologische Vorbereitung der Aggression durch Beein- .... fiussung und Lenkung der öffentlichen Meinung, die Ausbildung von „Spezialisten“ in den verschiedenen „Fachgebieten“ sowohl für die Erkundung als auch für die Propaganda und die Schulung und Bereitstellung von .; .. . Politischen und wirtschaftlichen Kadern für die Ausbeutung und Verwal- ::. tung der einzuverleibenden Territorien. Die „Ostforschung“ unternahm es ferner, die verschiedenen Erscheinungsformen, die Wege und Etappen des deutschen „Dranges nach Osten“ in der Vergangenheit zu rechtferti- . # gen und als angeblich untrennbaren Faktor der geschichtlichen und kul- an 72 1 #

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