ist. Die Vorschri , die § 15 Abs. 1 VersammlG ersichtlich nachgebildet ist, setzt die
verfassungsrechtlichen Vorgaben, die sich namentlich aus der jüngsten Rechtsprechung des
Bundesverfassungsgerichts ergeben (siehe hierzu Gesetzesbegründung des Abgeordnetenhauses
von Berlin, Drs. 18/2764, S. 39 f.), in Landesrecht um. Deshalb kann zur Auslegung des § 14 Abs. 1
VersFG BE auf die Literatur und Rechtsprechung zu § 15 Abs. 1 VersammlG zurückgegri en werden.
Der Begri der ö entlichen Sicherheit in § 14 Abs. 1 VersFG BE umfasst den Schutz zentraler
Rechtsgüter wie des Grundrechts Dri er auf Leben und körperliche Unversehrtheit gemäß Art. 2
Abs. 2 Satz 1 GG. Es steht im Grundsatz außer Zweifel, dass zu dessen Schutz Eingri e in die
Versammlungsfreiheit gerech er gt sein können (siehe nur Beschluss der Kammer vom 27. August
2021 – VG 1 L 424/21, juris Rn. 7). Daneben umfasst der Begri der ö entlichen Sicherheit den
Schutz der Unversehrtheit der gesamten Rechtsordnung (vgl. BVerwG, Urteil vom 21. April 1989 –
7 C 50/88, juris Rn. 15) jedenfalls dann, wenn deren stra are Verletzung droht. Da sich Zi er 3 des
Bescheides auf den Inhalt von Aussagen bezieht, ist sie auch am Maßstab des Art. 5 Abs. 1 und 2
GG zu messen. Zutre end weist der Antragsgegner darauf hin, dass mit der Äußerung des
angezeigten Themas der Versammlung („From the river to the sea, Pales ne will be free“) eine
unmi elbare Gefahr für die ö entliche Sicherheit verbunden ist, weil jedenfalls der hinreichende
Verdacht einer Stra arkeit dieser Parole vorliegt (vgl. hierzu: OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss
vom 20. Dezember 2023 – OVG 1 S 107/23, Abdruck, S. 3 f.; Beschluss der Kammer vom 20.
Dezember 2023 – VG 1 L 507/23, NJ 2024, 86 (87)). Insofern ist der Einschätzung zuzus mmen,
dass der Anfangsverdacht der Verwendung des Kennzeichens einer verbotenen Organisa on (hier:
HAMAS und Samidoun) gemäß §§ 86a Abs. 1 Nr. 1, 86 Abs. 2 StGB sowie ein Anfangsverdacht
gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 VereinsG besteht (vgl. ausführlich: VGH Baden-Wür emberg
Beschluss vom 21. Juni 2024 – 14 S 956/24 –, juris Rn. 16 .; o en gelassen: OVG Bremen,
Beschluss vom 30. April 2024 – 1 B 163/24, juris Rn. 29; a.A.: Hessischer VGH, Beschluss vom 22.
März 2024 – 8 B 560/24, juris Rn. 20 .). Soweit in dem Urteil der 24. Kammer des
Verwaltungsgerichts Berlin vom 23. August 2023 (VG 24 K 7/23) eine abweichende Aussage zur
Stra arkeit der Parole enthalten sein sollte, ist dies durch die Ereignisse seit dem 7. Oktober 2023
und die Verbote von HAMAS und Samidoun in Deutschland mit der erweiterten Stra arkeit nach
§§ 86a Abs. 1 Nr. 1, 86 Abs. 2 StGB und § 20 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 VereinsG jedenfalls für den hiesigen
versammlungsrechtlichen Kontext überholt (vgl. dazu OVG Münster, Beschluss vom 2. Dezember
2023 – 15 B 1323/23, juris, Rn. 50, 56: das ö entliche Interesse überwiegt hier und rech er gt
eine Untersagung der Parole). Denn in den Stunden und Tagen nach dem Terrorangri der HAMAS
auf Israel wurde die Parole ausschließlich als Au orderung zu einer gewaltsamen Besei gung des
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Staates Israels verstanden, worin eine Billigung von Stra aten gemäß § 140 Nr. 2 StGB liegt (vgl.