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und verständigen Betrachter, dass im nachfolgenden Text eine an der Stadtkirche befindliche Stätte der Erinnerung und des Gedenkens erläutert werden soll.
Dem ersten Satz des Informationstextes entnimmt der Betrachter den Anlass für
die Mahnung
an diesem
Ort, nämlich
eine von der Beklagten
ausdrücklich
als
"Hohn- und Spottbild auf die jüdische Religion" bzw. "Schmähplastik" qualifizierte
Darstellung
an der Südostecke
der Kirche, deren
Charakteristikum
- die Abbil-
dung von Juden in Verbindung mit Schweinen, Tieren, die im Judentum als unrein
gelten - anschließend
beschrieben wird. Dem
weiteren
Informationstext in Ver-
bindung mit der darin näher erläuterten in Bronze gegossenen
Bodenplatte ent-
nimmt der Betrachter, dass die Beklagte das an ihrer Kirche angebrachte "Hohnund Spottbild auf die jüdische Religion" zum Anlass nimmt, der jahrhundertelangen Verhöhnung, Ausgrenzung und Verfolgung von Juden bis hin zur Shoah insgesamt zu gedenken.
Ihm erschließt sich, dass die Schmähplastik ebenso wie
die erwähnten Judenverfolgungen im 14. und 15. Jahrhundert, das 1536 gegenüber Juden verhängte Aufenthaltsverbot und die von Martin Luther veröffentlichten antijudaistischen Schriften Ausdrucksformen eines mittelalterlichen, auch von
der christlichen Kirche propagierten Antijudaismus waren, der sich über Jahrhunderte hinzog und den Boden für ausgeprägten Judenhass und den nationalsozialistischen Völkermord bereitet hat. Den inneren Zusammenhang
zwischen dem
an der Stadtkirche befindlichen "Hohn- und Spottbild" und dem
Holocaust stellt
die Beklagte dabei - für den Betrachter klar erkennbar - durch die in Bronze gegossene
Bodenplatte
und
deren
nähere
Erläuterung
im
Nach der Erläuterung, dass sich die 1570 angebrachte
reliefs "Rabini Schem
Ha Mphoras"
Informationstext
her.
Inschrift des Sandstein-
auf Luthers antijudaistische Schriften "Von
den Juden und ihren Lügen" und "Vom Schem
Hamphoras und vom Geschlecht
Christi" bezieht, weist sie den Betrachter darauf hin, dass der umlaufende und
von ihr wiedergegebene
mit dem
Text der Bronzeplatte die Inschrift der Schmähplastik
Holocaust verbinde.
In diesem Text ist von dem
"geschmähten
Schem