16 Ende 2014 erwarb er das Gebäude [...] in [...] zum Preis von 160.000 Euro. Dort lebt er seit Dezember 2014 zusammen mit seiner heutigen Ehefrau S.S.. Der Vater des Angeklagten wohnte bis Mitte bzw. Ende 2015 ebenfalls dort und zog dann wegen Differenzen mit seinem Sohn nach [...]. Zu seinem Vater hat der Angeklagte heute keinen Kontakt mehr. Das Verhältnis zur Mutter ist nach wie vor gut. 17 Für die Kommunalwahlen 2014 kandidierte der Angeklagte für den NPD-nahen Verein „Deutsche Liga für Volk und Heimat“. Seit etwa 2015 ist er Teilnehmer verschiedener Kundgebungen rechtsgerichteter Gruppierungen, wie der „[...]“ oder der „[...]“-Bewegung, die sich gegen Aufnahme von Flüchtlingen wendet. Der Angeklagte richtete zudem mehrmals in Nebenräumen seines Hauses, der sogenannten „[...]“, Stammtische und Lesertreffen der rechtsgerichteten Zeitschrift „[...]“ aus, die von M.S. herausgegeben wird. 18 Wegen Stellenabbaus seines Arbeitgebers wurde dem Angeklagten am 31. Mai 2017 betriebsbedingt gekündigt. Er ist arbeitssuchend und erhält Arbeitslosengeld in Höhe von 1.300 Euro. Zwei der Wohnungen in seinem Haus sind vermietet. Der Mietzins hierfür beträgt 350 Euro kalt. Den Kredit für den Hauskauf in Höhe von 170.000 Euro tilgt der Angeklagte mit Raten von 750 Euro monatlich. 19 Der Angeklagte befand sich von 27. Januar 2016 bis 8. März 2016 aufgrund Haftbefehls des Bundesgerichtshofs vom 19. Januar 2016 – 3 BGs 13/16 – in Untersuchungshaft. Er ist nicht vorbestraft. 20 3. Die Angeklagte T. 21 Die Angeklagte wurde am ... Mai 1953 unter dem Namen [...] in [...] geboren und wuchs dort zusammen mit ihrem sechs Jahre jüngeren Bruder G. auf. In ihrer Jugend betrieben die Eltern der Angeklagten ein Möbelgeschäft, in dem etwa zehn Mitarbeiter beschäftigt waren. 1959 wurde die Angeklagte eingeschult und besuchte die Volksschule bis 1967. Danach begann sie eine Lehre als Drogistin in [...], brach diese jedoch nach einem Jahr ab. Bis 1970 besuchte sie die Handelsschule ohne Abschluss. Anschließend war sie zwei Jahre bei der [...] tätig; sodann von 1970 bis 2005 bei der Firma [...] im Bereich Datenverarbeitung und im Katalogmanagement. 22 Bis zu ihrer Heirat 1975 mit G.T. wohnte die Angeklagte bei ihren Eltern. Nach der Eheschließung lebte sie fünf Jahre zusammen mit ihrem Ehemann in [...]. Im Jahr 1980 kam es zur Trennung und Scheidung von ihrem Ehemann, worauf die Angeklagte wieder nach [...] zurückkehrte. 23 Im Zuge der Auflösung der Firma [...] endete das dortige Beschäftigungsverhältnis der Angeklagten Ende 2005. Sie erhielt eine Abfindung in Höhe von 65.000 Euro. Von diesem Betrag erwarb die Angeklagte in [...] ein ehemaliges Gasthaus, das sie ab Juni 2006 nach Renovierung wieder als solches betrieb. Im Mai 2012 fand in den Gasträumen der Angeklagten der NPD-Landesparteitag statt. Kurze Zeit darauf gab die Angeklagte den Gaststättenbetrieb wegen zurückgehender Gästezahlen und behördlicher Auflagen auf und meldete das Gewerbe zum 3. Oktober 2012 ab. 24 Die Angeklagte lebt derzeit von Ersparnissen und hat keine Schulden. Sie ist nicht vorbestraft. - Seite 4 von 211 -

Select target paragraph3