720 Auch räumt die Jüdin Sontag somit ein, daß die Juden sich nicht als „Weiße“ definieren. 721 AB IN DEN OFEN MIT DER TEUFELSBRUT !« 722 Der Angeklagte K. entschied als Administrator über die Freischaltung des Kommentars. Er erkannte, dass die in Deutschland lebenden Juden hierdurch einer schweren Krankheit und Tieren gleichgesetzt und ihnen hierdurch jeglicher menschliche Wert abgesprochen wurde. Dennoch schaltete er den Kommentar am selben Tag um 2.05 Uhr frei, so dass er von jedem Internetnutzer gelesen werden konnte. 723 59. Veröffentlichung des Kommentars mit der Post-ID 192910 (Fall 18) 724 Am 11. Mai 2015 wurde auf der Startseite von „Altermedia“ ein Artikel mit der Überschrift „Kinderpornos auf Internetseite von KZ-Gedenkstätte platziert“ veröffentlicht. In dem Text hieß es, auf der Internetseite der österreichischen KZ-Gedenkstätte Mauthausen hätten Hacker am Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkriegs „Kinderpornos platziert“. Außerdem war ein Link zu einem in der Online-Ausgabe des „Hamburger Abendblatts“ eingestellten Artikel eingestellt, in dem ebenfalls über diesen Hackerangriff berichtet wurde. 725 Die Nutzer der Internetseite „Altermedia“ begrüßten in ihren Kommentaren teilweise die Aktion; andere verurteilten sie und wiesen darauf hin, dass die Hacker auf der Internetseite der KZ-Gedenkstätte besser andere Inhalte hätten einstellen sollen. So wies der Nutzer „Andreas M.“ darauf hin, dass er einen Link zu dem Videofilm „Auschwitz Warum die Gaskammern Ein Mythos Sind“ eingestellt hätte, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, auf die Seite der Gedenkstätte zuzugreifen. Er fügte diesem Kommentar einen Link bei, über den der fragliche Film heruntergeladen werden konnte. Dieser mehr als 45-minütige, sehr professionell gestaltete Film erweckte den Anschein, die Frage, ob in Auschwitz systematisch Juden vergast worden seien, werde einer sachlichen, objektiv wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen. Diese führe zum Ergebnis, dass das Vernichtungslager in Ausschwitz ganz anders hätte konzipiert und ausgestattet sein müssen, um dort Hunderttausende von Juden zu töten. So wären u. a. leistungsfähigere Krematorien und Aufzüge erforderlich gewesen und auch die Zugänge zu den Gaskammern hätten anders ausgestaltet sein müssen. 726 Am 12. Mai 2015 um 21.19 Uhr stellte der Nutzer „Hohlladung“ hierzu den Kommentar mit der Post-ID 192910 ein, der folgenden Wortlaut hatte: 727 »Einst hörte ich die These, da wir Deutschen so gut in allem sind – seien wir auch so gut im „industriellen Massenmord“. 728 Mh, wenn es wirklich Pläne gegeben hätte, diese Vernichtung im großen Stil durchzuziehen, hätte man die Gaskammern mit Sicherheit anders angelegt. 729 Wie dilettantisch ist es, in Krema IV/V in Auschwitz, auf eine Bockleiter zu steigen und das Zyklon-Granulat in Seitenfenster zu werfen? Das ist wahrlich keine deutsche Ingenieurskunst. 730 Oder im Krema II/III mit dem winzigen Aufzug? 20.000 Leichen pro Tag, da rein? - Seite 84 von 211 -

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