6 In dieser Zeit zog die Angeklagte mit ihrer Tochter nach [...] in [...] in der Hoffnung, durch den Ortswechsel Abstand von verschiedenen Problemen, unter anderem der inzwischen diagnostizierten Borderline-Erkrankung ihrer Tochter zu gewinnen. In [...] war sie bis 2007 wiederum in einem Versandhandel tätig, danach arbeitssuchend. Im Dezember 2007 zogen beide wieder nach [...]. Die Angeklagte bewohnt dort bis heute im Gebäude [...], dem Haus ihrer Tante, eine Wohnung zusammen mit ihrer Tochter, zu der sehr sie eine enge Verbindung hat. 7 Die Angeklagte hatte etwa drei bis vier Jahre lang – ungefähr bis 2011 – eine Beziehung zu M.S., der die Internetseiten „[...].org“, „[...].org“ und den Versand „[...]“ betrieb. 8 Ab Sommer 2012 bezog die Angeklagte zeitweise Sozialleistungen. Im August 2014 nahm sie einen Aushilfsjob in einem Schuhhaus in [...] an. 9 Die Tochter der Angeklagten begann im Herbst 2014 ein Freiwilliges Soziales Jahr, das sie wegen ihrer gesundheitlichen Probleme kurze Zeit später wieder abbrechen musste. Seit Sommer 2015 arbeitet die Tochter der Angeklagten in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie ist nach etwa einjähriger Therapie nicht mehr in ärztlicher Behandlung, wird aber von der Angeklagten nach wie vor sowohl finanziell als auch in den weiteren Lebensbereichen umfassend unterstützt. Am 27. März 2017 kam das Enkelkind JW. der Angeklagten zur Welt. 10 Seit Juni oder Juli 2017 ist die Angeklagte in einem Callcenter in [...] in Vollzeit tätig. Sie verdient dort netto etwa 1.000 € im Monat. Die Angeklagte verfügt über kein Vermögen und hat keine Schulden. 11 Von 27. Januar 2016 bis 10. März 2016 befand sich die Angeklagte aufgrund Haftbefehls des Bundesgerichtshofs vom 20. Januar 2016 – 3 BGs 14/16 – in Untersuchungshaft. Sie ist nicht vorbestraft. 12 2. Der Angeklagte K. 13 Der Angeklagte K. wurde am ... September 1988 in [...] geboren. Er wuchs als einziges Kind seiner Eltern in [...] auf. Beide Eltern waren während seiner Kindheit berufstätig. Sein Vater arbeitete als Disponent. Seine Mutter betrieb früher eine Gaststätte und ist nun im Einzelhandel selbstständig. 14 Der Angeklagte besuchte den Kindergarten in [...] und wurde 1995 eingeschult. Nach der Grundschule besuchte er ebenfalls in [...] die Realschule bis zu deren Abschluss in Klasse zehn. Während seiner Realschulzeit – etwa im Jahr 2000 – trennte sich die Mutter des Angeklagten von ihrem Ehemann und ließ sich von ihm scheiden. Sie lebt heute zusammen mit ihrem Lebensgefährten ebenfalls in [...]. 15 Den Realschulabschluss erlangte der Angeklagte im Sommer 2005 und besuchte anschließend das Berufskolleg I Technik/Medien in [...] im Schuljahr 2005/2006. Von 2006 bis 2009 machte der Angeklagte eine Ausbildung als Fachinformatiker bei der Firma [...]. Nach der Ausbildung war er etwa ein halbes Jahr arbeitssuchend. Anschließend war er bei der Firma [...], nach deren Insolvenz bei der Firma [...] tätig. Ab Juni 2016 arbeitete er bei der Firma [...]. Er wohnte weiterhin in [...] unter der Anschrift [...]. - Seite 3 von 211 -

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