229
Dieter: Rauuus! Hau ab! Und komm ja nicht wieder, Du!«
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Wie die Angeklagte V. erkannte, wurde in diesem Artikel in einer für einen verständigen
und unvoreingenommenen Leser unmissverständlichen Weise die Vernichtung der Juden
im Dritten Reich in Abrede gestellt und gegen die in Deutschland lebenden Juden der
Vorwurf erhoben, die Judenvernichtung wahrheitswidrig zu behaupten, um sich an den
Entschädigungszahlungen der Deutschen bis zu deren völliger Verarmung zu bereichern.
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15. Veröffentlichung des Kommentars mit der Post-ID 73733 (Fall 33, S. 49 der Anklage)
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Am 14. Dezember 2012 wurde auf der Startseite von „Altermedia“ unter der Überschrift
„Falscher KZ-Häftling räumt Fehler ein“ ein Artikel eingestellt, der lediglich aus einem
Link zu einem in der „Ostfriesen-Zeitung“ veröffentlichten Zeitungsartikel bestand. In
diesem Artikel wurde über Otto Uthgenannt berichtet, der längere Zeit unter der falschen Behauptung, KZ-Häftling in Buchenau gewesen zu sein, in der Öffentlichkeit und in
Schulen aufgetreten war.
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Im Anschluss ließen sich einige Nutzer über „die Lügen“ der Juden aus und äußerten zum
Teil die Auffassung, dass es noch weitere sechs Millionen Schwindler gebe; andere Nutzer verwiesen auf frühere vergleichbare Fälle, in denen angebliche Opfer der Judenverfolgung der Lüge überführt worden seien.
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Am 14. Dezember 2012 um 23.05 Uhr meldete sich schließlich der Nutzer „Fliegerbombe“ mit seinem Kommentar mit der Post-ID 73733 zu Wort:
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»Unglaublich das noch immer so viele Menschen an diesen Blödsinn glauben.
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Den Holocaust gab es nicht sondern ihn gibt es immer noch und das ist der Gehirnholocaust am deutschen Volk.«
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Der Nutzer stellte hierdurch in einer unmissverständlichen Weise die systematische Tötung von Millionen von Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus in Abrede.
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16. Veröffentlichung des Artikels „Bremen – Ausländer schlagen junge Frau fast tot“ (Anklage Fall 4)
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Am 15. Dezember 2012 um 0.06 Uhr veröffentlichte die Angeklagte V. auf der Startseite von „Altermedia“ unter der Überschrift „Bremen – Ausländer schlagen junge Frau fast
tot!“ einen vom sogenannten „Fränkischen Heimatschutz“ herrührenden Artikel mit folgendem Wortlaut:
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»Während die ausländischen Vereine, Verbände und Zentralräte immer noch damit beschäftigt sind, möglichst viel Kapital aus den NSU-Märchen zu schlagen,
werden Deutsche im eigenen Land immer häufiger auf offener Straße zusammen- oder gar totgetreten.
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Auch vor Frauen macht dieses - und hier endet unsere Zurückhaltung - dreckige
Gesindel nicht halt. So wurde in Bremen dieser Tage eine junge, blonde Frau von
vier Südländern fast totgetreten, wäre nicht ein mutiger Passant dazwischengegangen, der dabei selbst ordentlich einstecken mußte.«
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