144
Du wärst anscheinend glücklich, wenn alle Juden aus Isreal zu uns nach Europa
und in die USA kämen. Dann würde sicher alles gut werden. Dort würden sie sicher mithelfen, endlich was gegen diese verrückte Idee der multikulturellen Gesellschaft zu tun, so wie es ihre jetzt schon hier lebenden Stammesgenossen ja
auch schon fleißig tun.
145
Zionismus ist die politische Idee, daß Juden in einem eigenen Staat leben sollen. Man muß nur konsequent sein und dafür sorgen, daß wirklich alle Juden in
diesem Staat leben. Dann hören auch die Probleme auf. Aber sicher nicht, wenn
man sie alle wieder aus diesem Staat rausholt und erst recht in aller Welt verstreut.
146
Das Phänomen, daß Juden aktiv versuchen, die Gesellschaften, in denen sie leben, zu ihrem Vorteil zu verändern und einflußreiche und lukrative Positionen zu
bekommen, hat mit Zionismus ungefähr gar nichts zu tun. Das sind im Gegenteil
alles zwangsläufige Symptome einer parasitären Lebensweise und damit Folgen
des Diasporatismus, nicht des Zionismus.
147
Einen Parasiten isoliert man, man verstreut ihn nicht wie ein Irrer unter so vielen
Wirtsorganismen wie möglich.«
148
Von einem verständigen, unvoreingenommenen Leser konnte dieser Kommentar nur
so verstanden werden, dass den in Deutschland lebenden Juden durchweg vorgeworfen wurde, sich wie Schadorganismen zu verhalten und die hiesige Gesellschaft zu ihrem
Vorteil verändern zu wollen, um ein Leben auf Kosten der nichtjüdischen Bevölkerung
des Bundesgebiets führen zu können, wobei der einzige wirksame Schutz für die nichtjüdische Bevölkerung darin bestehe, die Juden in einem eigenen Staatswesen von allen anderen Gesellschaften zu isolieren.
149
9. Verleihung von Moderatorenbefugnissen an den Nutzer „FreieGedanken“ (Fall 1 der
Anklage)
150
Am 28. August 2012 wurden dem Nutzer „FreieGedanken“, zu dessen Identität keine
Feststellungen getroffen werden konnten, vom Angeklagten K. in Absprache mit der Angeklagten V. Moderatorenbefugnisse verliehen. „FreieGedanken“ war seit dem 19. Juni
2012 als Nutzer von „Altermedia“ registriert und hatte zuvor schon als nicht registrierter Nutzer Beiträge geschrieben. Er sollte nach dem übereinstimmenden Willen von K.,
V., „Freidenker“ und seiner selbst als neuer Forenleiter für die Bereiche Recht und Wirtschaft tätig sein.
151
Der Nutzer „FreieGedanken“ kannte das von V., K., „Freidenker“ und etwaigen weiteren
Mitgliedern des Betreiberteams verfolgte Ziel, dem sogenannten Nationalen Widerstand
dauerhaft eine Internetseite zur Verfügung zu stellen, auf der die Meinungen und Positionen, die dieser Grundhaltung entsprachen, ohne Einschränkung kundgetan werden durften, unabhängig davon, ob die jeweilige Äußerung den Tatbestand des § 130 StGB oder
sonstiger deutscher Straftatbestände erfüllte oder nicht. Aufgrund seiner rechtsradikalen
Einstellung billigte er dieses Ziel der Gruppe und wollte hierzu ebenfalls einen Beitrag
leisten. Hierfür war er auch bereit, sich in die hierarchische Struktur der Gruppierung einzuordnen.
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